Mittwoch, 24. April 2019

La coulée verte

Heute war ein wenig Wandertraining angesagt: Ich bin mit Beke und Carola auf der coulée verte gelaufen. Das ist ein grüner Parkstreifen auf dem Deckel über der TGV-Strecke, in dem es einen kombinierten Rad- und Fußweg gibt.

Wegweiser an der coulée verte
Nach etwa 5 Kilometern sind wir am Parc de Sceaux vorbeigekommen. Das ist eine weitere schöne Parkanlage mit einem Schloss, in die Carola bisher immer abgebogen war. Wir entschieden uns aber dafür, der coulée verte weiter bis Paris zu folgen.

Parc de Sceaux
Kurz vor der Pariser Stadtgrenze ist die Wegführung für die Fußgänger nicht mehr so klar, wir sind dann abgebogen zur Cité de Universitaire. Diese parkähnliche Ansammlung von Studentenheimen lag etwa 2 Kilometer entfernt. Carola hat hier vor ein paar Jahren etwa 6 Monate gelebt. Die verschiedenen Häuser sind nach allen möglichen Ländern benannt und die Bewohner kommen aus aller Herren Länder - eine nette internationale Atmosphäre.

Das zentrale Gebäude der Cité Universitaire
Am Ende der Wanderung
Vor den Toren des Parks liegt eine S-Bahn-Station. Von dort sind wir nach Antony zurückgefahren und haben dort noch einen Cache gefunden. Insgesamt haben wir etwa 14 Kilometer zu Fuß zurückgelegt. Die Rest-Familie hat sich zuhause mit Wett-Puzzeln (Zeitraffer-Video) beschäftigt.

Anmerkungen von Dörte: 

Beke ist heute nach Hamburg zurückgeflogen. Wir haben uns sehr gefreut, sie überraschend hier in Paris zu treffen!

Dienstag, 23. April 2019

Der große Empfang

Gestern Abend sind wir am Gare de Lyon von der gesamten Familie empfangen worden. Jana war aus London angereist, Beke aus dem Urlaub auf Mallorca und  meine Schwester Antje aus Trier. Außerdem waren natürlich Benjamin und Carola mit den Kindern Josie und Leo da. Mit einem solchen Empfang hatten wir wirklich nicht gerechnet, die Freude war umso größer. Mit der S-Bahn sind wir nach Antony gefahren und haben den ganzen Abend geklönt und uns über unser Wiedersehen gefreut. Die armen Kreuzfahrtgäste auf der MSC Orchestra hätten uns beneidet, denn wir hatten genug Riesling-Wein für alle!

Großer Empfang auf dem Gare de Lyon. Carola ist hinter der Kamera.
Benjamin und Carola hatten für heute Mittag Karten für den Besuch des Eiffelturms besorgt. Das war eine tolle Idee, denn mein letzter Besuch dort war im Sommer 1997. Heute sieht es etwas anders aus als damals: Der gesamte Park rund um den Eiffelturm ist eingezäunt und man kann das Gelände nur noch nach einer Sicherheitskontrolle betreten. Vor dem Besteigen des Turmes gibt es dann sogar eine zweite Sicherheitskontrolle. Antje hatte Glück, dass man ihr Strickzeug nicht konfisziert hat.

In der Warteschlange am Eiffelturm
Wir hatten Karten für die dritte Etage und die ist wirklich hoch. Man konnte sehr weit gucken, auch wenn es heute bedecktes Wetter war. Paris hat schon wirklich viele markante Gebäude!

Dörte und Leo sind über 280 Meter groß!


Ganz oben!

Wir haben dann noch einen weiteren Rundgang auf der zweiten Ebene gemacht. Die Perspektive ist wirklich anders! Hier erkennt man, dass Montmartre ein Berg ist und findet Sacre Coeur sofort. Auf der dritten Ebene musste man nach dieser Kirche suchen! Die meisten von uns sind von der zweiten Ebene zu Fuß abgestiegen. Das sind immerhin 686 Stufen und Beke als Schnellste hat ungefähr 12 Minuten dafür gebraucht. Wahrscheinlich hat sie dabei Rücksicht auf ihren langsameren Papa genommen.

Der alte Fahrstuhlführer
Carola, Antje, Jana und die Kinder sind danach zurück nach Antony gefahren. Beke, Benjamin, Dörte und ich sind an der Seine längs spaziert, bis wir Notre Dame erreicht hatten. Von der Portalseite her sieht man kaum einen Unterschied zu vor dem Brand, aber von der Seite sieht der Schaden ziemlich katastrophal aus.

Die schön restaurierte Brücke Alexandre III
Eine weitere Übung im locker stehen ...
Von vorne erkennt man den Schaden kaum
Von der Seite sieht der Schaden katastrophal aus
Am Abend gab es leckere Lammkeule, die Carola zubereitet hat. Natürlich mit Riesling-Wein!


Anmerkungen von Dörte:

Aktuell leider nicht verfügbar. Sie ist gerade bei der Ausbildung zur Coiffeuse. Bitte auch Janas begeistertes Gesicht beachten. Eine Ähnlichkeit zu Greta Thunberg ist absolut unbeabsichtigt.
 

Montag, 22. April 2019

Kurzbesuch auf der Rambla

Gestern Abend musste ich erst überredet werden, in die Show zu gehen. Angekündigt war Serge Massot, einfach nur der Name. Ein wenig googeln sagte mir, dass er ein Bauchredner ist, und ich war der festen Überzeugung, dass das bei der Zusammensetzung des Publikums nicht vernünftig funktionieren könne. Die Show war aber sensationell, wir haben Tränen gelacht. Es war die kurzweiligste und lustigste Show von allen hier auf dem Schiff.

Heute früh haben wir noch einmal gemeinsam mit Maritta, Kay und Mauli gefrühstückt und uns dann verabschiedet. Das Taxi zum Bahnhof war recht teuer, aber es war ja auch ein Feiertag. Wir haben unser Gepäck in die Aufbewahrung begeben und sind mit der Metro zur Kolumbus-Säule  am Ende der Rambla gefahren.

Abschied von der MSC Orchestra
Kolumbussäule am alten Hafen
Wir haben einen letzten Blick auf den Hafen genossen und sind dann die gesamte Rambla bis zur Plaça de Catalunya entlang geschlendert. Dörte hat noch einen Magneten gekauft, ich habe Churros con Chocolate gegessen. Für einen gemütlichen Kaffee auf der Plaça Reial blieb leider keine Zeit, da die Kellner zu langsam waren.

Plaça Reial
Neben der Rambla gibt es enge Gassen
Der Mercat de la Bouquera war heute am Ostermontag leider geschlossen. Immerhin konnten wir ein Foto vom Eingang machen. Kurz vor dem Ende der Rambla begegnete uns eine Reisegruppe unseres Schiffes und wir konnten unseren Braunschweiger Tischnachbarn Doris und Jürgen nochmal kurz Hallo sagen.

Die Markthalle war leider geschlossen
Auf der Rambla
Die Rückfahrt mit der U-Bahn von der Plaça de Catalunya zum Bahnhof gestaltete sich dann schwieriger als erwartet. In Barcelona gibt es mindestens  drei verschiedene Verkehrsgesellschaften, die Bahnlinien des Nahverkehrs betreiben. Wir wollten mit einer der Linien R1, R3 oder R4 fahren, weil das die kürzeste und schnellste Verbindung ist. Es erschien mir logisch, dass das "R" im Liniennamen für RENFE, die spanische Eisenbahngesellschaft steht. Also folgten wir dem RENFE-Symbol, kauften Tickets und landeten auf dem Bahnsteig für die S-Linien. Schade, hier waren wir falsch und mussten wieder aus dem Bezahlbereich raus. Die Beschilderung führte uns in den Bezahlbereich für die Metro-Gesellschaft. Dafür kauften wir neue Tickets, gingen am Bahnsteig einiger L-Linien entlang und wurden dann wieder aus dem Bezahlbereich rausgeführt. Von dort konnten wir immerhin schon die Gates der R-Linien sehen, die natürlich nur mit einem weiteren Ticket zu öffnen waren. In meiner Statistik habe ich die 4 unnötigen Fahrkarten als Fehlbuchungen erfasst und beschlossen, mich nicht darüber zu ärgern.

Der TGV fuhr pünktlich ab, die Security-Kontrollen waren halbherzig: Das Gepäck wurde gescannt, aber es gab keinen Metalldetektor. Jetzt sind wir schon in Frankreich und bis Nimes fahren wir quasi genau dieselbe Strecke, die ich vor 5 Jahren mit dem Rad gefahren bin. An die Lagunen vor Narbonne konnte ich mich gut erinnern. Laut Plan kommen wir kurz vor 20 Uhr in Paris an und fahren dann nach Antony.

Sonstiges:

Der Blog-Eintrag von gestern hat nach der Veröffentlichung noch einen Update erhalten, weil Mauli Maulwurf auch kommentieren wollte.

Mauli war mit Maritta und Kay auch unterwegs
Das Live-Tracking funktioniert im TGV sehr schlecht, ich werde heute Abend "getürkte" Daten hochladen.

Anmerkungen von Dörte:

Ich habe heute übrigens das erste Mal auf dem Schiff gefrühstückt - dafür fehlt allerdings die Schlafzeit zwischen 7.00 und 9.00 Uhr. Man kann nicht alles haben.

Sonntag, 21. April 2019

Der letzte Tango

Heute ist unser letzter Seetag, morgen früh gehen wir in Barcelona von Bord. Ein bisschen Wehmut ist schon dabei, denn auf dieser Seereise haben wir nicht nur Pleiten und Pannen, sondern auch viel Schönes erlebt. Dazu gehören auf jeden Fall die nette Gesellschaft beim Abendessen und der Tango-Unterricht. Heute war die letzte Unterrichtsstunde für uns und wir haben eine Figur gelernt, bei der es sehr auf die Balance ankommt. Dumm, dass wir heute stärkeren Seegang hatten, aber das konnte uns dann als Ausrede dienen. Es gibt Paare, bei denen sieht die Figur gleich elegant aus, und solche, bei denen man eher an Mehlsackschleppen denkt. Wir haben uns aber alle verbesssert und nach Mehlsack sieht es jetzt bei keinem Paar mehr aus. Die Eleganz unserer Lehrer Mara und Mauro erreichen aber nur wenige. Am Ende der Stunde haben Mara und Mauro noch einmal eine Art Lehrbuch für uns getanzt, in dem alle Elemente vorkommen, die wir besprochen haben (Video, 25 MB). Spannend ist noch, ob wir auch unsere Urkunden erhalten, denn die sollten erst morgen Nachmittag verteilt werden.

Die Figur, die Balance erfordert
Ansonsten war es ein ziemlich rauher Seetag. Wir haben damit angegeben, dass ein solches Schietwetter bei uns zuhause in Norddeutschland ganz normal sei. Es regnete fast ununterbrochen und über 13 Grad kam die Temperatur nicht hinaus. Auch für morgen in Barcelona ist solches Wetter angesagt. Schade für die anderen Kreuzfahrer! Aber wir können es leichter verschmerzen, in dieser schönen Stadt kein Sightseeing zu machen. Wir wollen nämlich schon mittags einen Zug nehmen, um morgen Abend bei unseren Freunden in Antony bei Paris anzukommen.

Schietwetter wie bei uns an schlechten Tagen!
Ein letztes Selfie an Deck

Anmerkungen von Dörte:

Nö - heute mal nicht.

Anmerkungen von Mauli Maulwurf: (Video, 29 MB)

Samstag, 20. April 2019

Mudéjarstil

Heute hatten wir unseren Landtag in Málaga. Ich hatte in meinen Unterlagen von der Radtour 2014 kurz nachgesehen: Damals bin ich am Hafen längs geradelt und habe die Stadt im wahrsten Sinne des Wortes links liegen gelassen. Da hatte ich einiges verpasst, wie ich heute feststellen musste, denn Málaga ist eine wunderhübsche Stadt. Es gibt hier sehr viele Gebäude im Mudéjarstil. Auf einer unserer beiden Walkingtouren wurde das erklärt als: "Sieht irgendwie komisch aus, zeigt etwas maurischen Einfluss."

Die ehemalige Hauptpost, ein Beispiel für Mudéjarstil
Das Schiff hat um 10 Uhr angelegt und wir konnten um 11 Uhr die erste Walkingtour durch die Altstadt mitmachen. Zuerst lernten wir, dass Málaga etwa 2800 Jahre alt ist und es verschiedene Kultureinflüsse gab: Phönizier, Kathargo, Rom, Westgoten, Mauren und christliche Rückeroberung. Logisch, dass dabei dann auch ein Mix der Baustile herauskommt, denn bestehende Gebäude wurden häufig umgebaut. So steht zum Beispiel die Kathedrale auf einer ehemaligen Moschee.

Die Kathedrale von Málaga
Der zweite Turm der Kathedrale ist nicht fertig gebaut worden, weil man eine einzigartige Kirche haben und das Geld lieber für andere Zwecke verwenden wollte. So einzigartig ist ein fehlender zweiter Kirchturm allerdings nun doch wieder nicht ...

Hier fehlt der zweite Turm!
Wir haben noch eine Reihe von Plätzen und Gebäuden angesehen. Erst seit der Eröffnung des Picasso-Museums hat Málaga ernsthaft daran gearbeitet, touristisch interessant zu werden. Vor allem durch die Fußgängerzonen ist das hervorragend gelungen, es macht Spaß durch die Straßen und Gassen zu streifen.

Die Einkaufsstraße Calle Larios.
Die Absperrungen sind für die Prozession am Ostersonntag
Die Skulptur "Points of View" von Tony Cragg.
Je nach Betrachtungswinkel kann man etwas anderes hinein interpretieren
Romanisches Theater vor den unteren Mauern der Festung
Nach einem Mittagessen in einem vegetarischen Restaurant haben wir uns kurz getrennt: Dörte hat das Picasso-Museum besucht, während ich ein paar Caches gesucht habe. Um 16 Uhr trafen wir uns dann zur zweiten Walking-Tour.

Das war nur die Vorspeise!
Diese Walkingtour ging auf die Festung Alcazaba. Diese Festung wurde von den Mauren erbaut und war lange Zeit dem Verfall preisgegeben. Erst seit etwa 1930 hat man versucht, die Anlage zu restaurieren. Ich finde, dass das ganz gut gelungen ist. Man kann sich gut vorstellen, wie die große Belagerung von 1487 ablief. Unser Guide Javier hat uns das alles sehr lebendig geschildert.

Die Festung Alcazaba
Mächtige Mauern
Die Mauren haben die Ruine des römischen Theaters
geplündert und die Säulen wiederverwendet
Von der Festung hat man eine fantastische Aussicht auf die Stadt
Unser Schiff von der Alcazaba fotografiert
Auf beiden Walkingtouren haben wir auch viele Anekdoten gehört, z. B. dass das Wort Marmelade von dem französichen "mer malad" als Begriff für Skorbut kommt. Die spanischen Seefahrer litten nämlich nicht darunter, weil sie Marmelade von Zitrusfrüchten dabei hatten.

Das Centre Pompidou Málaga befindet sich direkt am Hafen
Am Abend haben wir den Geburtstag unseres Tischnachbarn Jürgen gefeiert. Wieder mit Klapperzeremonie und Geburtstagstorte. Anschließend gab es eine Zaubershow, die uns allen gut gefallen hat. Und zum Abschluss natürlich: Einen Umtrunk in der Savannah-Bar.

Noch ein Geburtstagskind am Tisch!

Anmerkungen von Dörte:

Jan hat ja nur harmlose Anekdoten erzählt. Netter fand ich den Hinweis auf „maurischen Airbnb“. Das sind die Verliese, in die christliche Gefangene des Nachts gesteckt wurden. Der Sage nach hat eine maurische Prinzessin wöchentlich einen Christen zu sich geholt. Nach einer gemeinsamen Nacht wurde diesem am nächsten Morgen die Kehle durchgeschnitten. Die Gefangenen haben darauf gehofft, ausgewählt zu werden, weil damit ein schneller Tod verbunden war - besser als im Gefängnis zu vergammeln.

Kerker
Und wir haben erfahren, warum die Stufen so ätzend hoch sind: Weil christliche Ritter in voller Rüstung die nicht hochsteigen können. Das dazu.

Übrigens hat mir das Picasso-Museum sehr gut gefallen. Es zeigt keine der bekannten Gemälde (jedenfalls was mir so bekannt ist). Aber dadurch hetzt man nicht durch die Säle auf der Suche nach dieser Attraktion, sondern nimmt sich Zeit für einen Überblick über die Ausstellung.

Freitag, 19. April 2019

Die letzte Zeitumstellung

Heute haben wir zum letzten Mal auf der Reise die Uhr um eine Stunde vorgestellt. Wir sind damit jetzt wieder in der deutschen Zeitzone und "einmal rum um die Uhr"!  24 mal häufiger haben wir die Uhr um eine Stunde vor- als zurückgestellt, dafür durften wir im Pazifik an der Datumsgrenze den Kalender um einen Tag zurückdrehen. Das ist ein gutes Gefühl, denn bald sind wir zuhause!

Heute war wieder ein reiner Seetag. Ich habe den Vormittag dazu genutzt, an die US Custom und Border Protection zu schreiben, damit unsere Reisedaten dort richtig erfasst sind. Es soll 2-3 Wochen dauern, bis ich eine Rückmeldung erhalte. Beim Lesen des dritten Island-Krimis wurde ich so müde, dass ich einen Mittagsschlaf gemacht habe. Danach war dann wieder Tango-Unterricht: Heute haben wir mit dem für den Mann gefährlichen Kick begonnen. Bisher ist es bei uns unfallfrei abgelaufen. Das Tanzen war heute auch wegen des Seeganges schwierig: Hier vor Afrikas Küste ist er deutlich mehr zu spüren als im freien Atlantik.

Dörtes Arbeit bestand heute darin, eine Reinschrift ihrer Anmerkungen (Lob, Kritik und Verbesserungsvorschläge) zu erstellen. Die fünf-seitige Liste hat sie dann bei der Rezeption abgegeben.

Dörte schreibt die Verbesserungsvorschläge auf
Sonstiges:

Die fehlerhafte Urkunde werden wir natürlich behalten. Wer weiß, vielleicht steigt sie noch einmal im Wert. Fehlprägungen und Fehldrucke sind ja auch manchmal wertvoll und es ist bestimmt eine passende Erinnerung an diese Seereise.

Die Open-Air-Spaziergehrunde auf Deck 7 war heute wegen des starken Windes gesperrt.

Anmerkungen von Dörte:

Der Kick ist für Jans Waden gefährlich, vor allem, wenn ich Schuhe mit spitzen Absätzen habe. Nur zur Erläuterung.

Ich hatte ja gehofft, bei der Reise um einen Tag jünger zu werden, aber dieses ständige Uhrvorstellen zehrt einfach.

Heute liefere ich mal ein Bild des Super-Inside-Männer-Laubsaugers nach:


Anmerkungen von Mauli Maulwurf: (Video, 21 MB)



Donnerstag, 18. April 2019

Strandtag auf Teneriffa

Das war heute mal ein Strandtag nach meinem Geschmack: Ich bin 1,5 Kilometer in erfrischendem Wasser geschwommen und musste nicht lange am Strand rumsitzen, weil ja irgendwann das Schiff wieder abfahren würde.

Nach 1,5 Kilometer wieder an Land
Wir sind am Strand Playa de las Teresitas gewesen, der bequem mit dem Stadtbus von Santa Cruz zu erreichen ist. Zunächst haben wir dort versucht, die Palme wiederzufinden, an der Beke vor 16 Jahren so lässig posiert hat. Das Foto steht in unserem Wohnzimmer im Regal, sieht aber wesentlich besser aus als unsere Versuche es nachzustellen. Es liegt ja vielleicht doch am Alter und an der Figur ...

Lässig da stehen kann ich einfach nicht ...
Bei Dörte sieht es schon netter aus ...
Bevor wir zum Strand fuhren, haben wir noch ein wenig die Stadt angesehen. Am zentralen Platz gab es einen Cache, der uns Kopfzerbrechen machte und den wir heute früh nicht lösen konnten. Auch im zweiten Versuch am Nachmittag hatten wir zunächst nicht die richtige Idee. Und als bei uns endlich der Groschen fiel, war es nicht mehr möglich, den Cache vor der Abfahrt des Schiffes zu suchen. Das ist ein Grund, hier nochmal wieder herzukommen.

Auf der Plaza de España
Ein weiterer Grund zurückzukehren sind die kanarischen Kartoffeln mit roter und grüner Soße. Das ist ein einfaches Gericht, aber superlecker. Dörte hat dazu gegrillten Käse gegessen, während ich mir gleich eine doppelte Portion von den Kartoffeln bestellt habe.

Papas arrugadas con mojo rojo y mojo verde! Lecker!
Ansonsten haben wir uns noch den Markt, das Opernhaus und das schwarze Fort angesehen. Der Markt hat "Afrika" im Namen, das freute mich besonders. Denn dies ist der afrikanische Teil unserer Weltreise, schließlich gehören die Kanaren geografisch zu Afrika!

Eingang zum Markt. Man achte auf das "Afrika" im Namen!
Skulptur für die Fischer vor dem Eingang des Marktes
Das Opernhaus mit seiner durch das Dach angedeuteten Welle erinnert ein wenig an das Opernhaus in Sydney. Am "Bug" des Gebäudes gibt es eine riesige Terrasse, von der man auf die Steine zum Küstenschutz hinunterblicken kann. Auf den Steinen sind viele Musiker porträtiert, das hat uns gefallen.

Das Opernhaus von Teneriffa
So nahe habe ich Bach und ABBA noch nie beieinander gesehen ...
Das schwarze Fort ist gleich hinter dem Opernhaus und wirkt eher niedlich. Früher hat es aber wohl seinem Zweck gedient. Das dort befindliche Museum war heute geschlossen.

Castillo de San Juan Bautista
Um 15 Uhr waren wir wieder an Bord des Schiffes. An der Hafenmole waren Plaketten aufgereiht für berühmte Leute, die Teneriffa besucht haben. Ich habe natürlich sofort nach unserem Vorbild, Juan Sebastián de Elcano, gesucht und ihn auch gefunden. Er ist der erste, der die Welt umrundet hat.

Juan Sebastián de Elcano, der erste Weltumfahrer!
Sonstiges:

Gestern Abend haben wir zünftig Marittas Geburtstag gefeiert. Beim Abendessen gab es die Deckel-Klapper-Zeremonie der Kellner und eine Geburtstagstorte. Die wurde dann im weiteren Verlauf des Abends in großer Runde bei Prosecco verspeist.

Liebe Leser, ihr werdet unaufmerksam! Burkhard, Nadine, Martin usw., ist Euch nichts an der Äquator-Urkunde aufgefallen? Ich dachte gestern Abend, dass es Kommentare dazu hageln würde!

"... den Äquator ... auf dem Breitengrad 031° 05' W überquert hat ..."

Das muss natürlich noch einmal geändert werden. Dörte hat die Urkunde an der Rezeption abgegeben und angeregt, den Kapitän doch mal einen Blick darauf werfen zu lassen. Schließlich hat er sie ja unterschrieben!

Dieses war der erste Versuch von vor drei Tagen

Anmerkungen von Dörte:

Heute hat Jan mich davon abgehalten, Kresse zu kaufen. Ich laufe ja hier auf dem Schiff im Beschwerdemodus und auf die Frage des Restaurantchefs, ob alles in Ordnung sei, hatte ich gestern darauf hingewiesen, dass der bestellte Kressesalat zwar lecker sei, aber keine Kresse enthalte. Ich war versucht, im Markt Kresse zu kaufen, aber dafür hätte ich einen Joker opfern müssen (nur Jan hatte ein Portemonnaie mit). Und das war es nun doch nicht wert.
Die Gäste aus den "höheren Etagen" sind heute zu einem Empfang beim Kapitän. Einige wollen die Urkunde mitnehmen und ihm zeigen, was er unterschrieben hat...
Wir bleiben am Ball!

Anmerkungen von Mauli Maulwurf: (Video, 20 MB)