Die Grenze erreichten wir gegen 1:20 Uhr und die Prozedur hat bis kurz nach 3 Uhr gedauert. Es war das erste Mal auf dieser Reise, dass ich einen gemeinsamen Schalter für beide Grenzländer gesehen habe. Genau genommen waren es Schalterpaare, denn nachdem man den Ausreisestempel vom ecuadorianischen Beamten bekommen hatte, rückte man einen Stuhl weiter und machte den Einreisecheck mit einem peruanischen Grenzbeamten. Eigentlich war alles völlig problemlos, keine Fragen nach Gelbfieberimpfung oder Rückfahrkarte. Dörte hat allerdings etwas gebraucht, um das "GEB." im Namensfeld ihres Passes zu erklären.
Der Bus war ganz in Ordnung, aber richtig schlafen konnten wir nicht. Es gab sogar etwas zu Essen, aber natürlich nicht vegetarisch. Das Unterhaltungsprogramm habe ich kaum beachtet, weil ich die ganze Zeit dabei war, Bilder hochzuladen. Der erste Film war ein Remake von "Overboard" aus dem Jahre 2018, ganz lustig. Dann kamen lauter Actionfilme, bei denen ich mir nicht die Mühe gemacht habe, sie in der Internet Movie Database zu identifizieren und den Plot Summary rauszusuchen. Das hilft sonst nämlich ganz gut, wenn man den Text nur eingeschränkt verstehen kann.
Kurz nach 11 Uhr kamen wir in Chiclayo an. Womit wir nicht gerechnet hatten: Alle Buslinien haben in Chiclayo eigene Busbahnhöfe und unsere Buslinie hatte keine Folgeverbindung nach Trujillo. Also sind wir etwa 5 Kilometer mit dem Taxi zum Busbahnhof der Linie Emtrafesa gefahren. Deren kleines Terminal war völlig überfüllt, an 5 Schaltern standen lange Warteschlangen. Nach 30 Minuten hatte ich unsere neuen Tickets in der Hand, Abfahrt um 12:45 Uhr. Ich habe in der Wartezeit meine Gerätschaften aufgeladen und auf dem gekachelten Fußboden unter der Steckdose gesessen. Dörte nahm die Gelegenheit war, sich auf der Toilette kurz umzuziehen. Das hätte sie lieber nicht machen sollen, denn dabei ist ihr Smartphone ins Toilettenbecken gefallen. Es scheint aber so, als ob alles noch funktioniert.
Peru = Inca Kola! Schmeckt immer noch wie früher: Nach aufgelösten Gummibärchen! |
Lange Zeit ging es nur durch die Wüste |
Unglückliche Schlafstellung |
Anmerkungen von Dörte:
Kommen später, sie schläft schon.
Jan, Deine Inca-Kola erinnert mich an Irn-Bru aus Schottland. Allerdings sehen deine aufgelösten Gummibärchen so aus, als wäre das ein Mitbringsel von Dörtes Toilettenbesuch. Prost!
AntwortenLöschenMeiner Meinung nach sieht es eher aus wie Speiseöl.
AntwortenLöschenAber das ist nicht meine Frage. Vielmehr interessiert mich, ob die Inka Cola wie die ursprüngliche Coca-Cola auch Kokain enthält. Oder ist das in Peru auch illegal?
Da meiner Ansicht nach die hiesige Cola auch wie aufgelöste Gummitiere schmeckt und ich mich deshalb wundere, dass Du soviel davon trinken kannst, jetzt die nächste Frage: trinksst Du jetzt Inka Cola oder hast Du Quellen für Cola -Light aufgetan?
Hallo Elke,
Löschennein, Kokain ist da nicht drin. Und Kokain ist hier auch bestimmt illegal. Es gibt aber Kokablätter, Kokatee und Koka-Bonbons legal zu kaufen. Die sollen auch gegen die Höhenkrankheit helfen.
Gestern haben wir im Museum Keramikiguren gesehen, die offensichtlich Kokablätter kauten. Jedenfalls hatten sie ganz dicke Wangen.
Inka Cola schmeckt ziemlich einmalig, völlig anders als Cocacola. In Peru ist sie so beliebt, dass Cocacola nur auf Platz 2 steht. So beliebt wie gekühlter grüner Tee in Südostasien.
Cola light gibt es hier nicht, mein Bruder hat schon halb Lima abgeklappert, um welche zu finden. Aber es gibt Cola sin azúcar, das schmeckt wie Cola Zero und ist auch OK.
Liebe Grüße
Jan